Pressemitteilung – 30.01.2020

Peters bei Anhörung der GRÜNEN Landtagsfraktion zum Radverkehr

Aktuell Verkehr

Auf Einladung der GRÜNEN im Landtag nahm Ratsherr Carsten Peters an einem Expert*innengespräch in Düsseldorf teil. Thema der Veranstaltung war, wie der Anteil des Radverkehrs am Modal Split landesweit auf 25 Prozent gesteigert werden kann. In seinem Statement konnte Peters darauf verweisen, dass es in Münster darum gehe, den Radverkehrsanteil am Modal Split von 40 auf 50 Prozent und mehr zu steigern. Dabei verfolgten wir GRÜNEN das Ziel einer weitgehend autofreien Innenstadt, schließlich sei das Fahrrad in Münster bereits wichtigstes Verkehrsmittel.
Doch die Infrastruktur hinke dem Bedarf seit Jahren hinterher. Hoffnung mache, dass die Notwendigkeit einer Neuaufteilung des Verkehrsraums zugunsten von Fahrrad-, ÖPNV- und Fußgänger*innenverkehr inzwischen allgemein anerkannt werde. Ein Problem stelle die Nutzung des PKW durch die zahlreichen Einpendler*innen von außerhalb dar, im Besonderen der Berufsverkehr.

Was ist zu tun?

Laut Peters könne die Einrichtung von Velorouten als Gemeinschaftsprojekt der Kommunen der Stadtregion Münster, insgesamt 13, Abhilfe schaffen. Sie sollen die Kommunen des Umlandes mit Münster und untereinander verbinden und jeweils in die Innenstadt führen. Velorouten sind faktisch Fahrradschnellstraßen, die jedoch teilweise weniger breit sind. Ziel sei es, so den Umstieg vom PKW auf das Fahrrad attraktiv zu machen und die Pendler-Problematik zu entschärfen. Die Velorouten sind innerstädtisch mit Fahrradstraßen verbunden, die vier Meter breit sind, was teilweise die einseitige Entfernung eines Parkstreifen für PKW erforderlich mache, um mehr Platz für den Radverkehr zu schaffen.

Landesbetrieb Straßen

Sinnvoll könne es auch sein, über die Umwandlung von Bundes- und Landesstraßen in Gemeindestraßen nachzudenken. Kommunen könnten Temposenkungen vornehmen und Straßen bzw. ganze Wohnviertel umgestalten und so die Lebensqualität der Bewohner*innen in der Stadt erhöhen. Peters: „Hier besteht wie im konkreten Fall der Hammer Straße in Münster z.B. die Möglichkeit, Shared Space-Bereiche einzurichten.“ Mobilstationen, sichere Stellplätze schaffen, Bauordnung NRW, Stellplatz-Mustersatzungen seien weitere Felder, in denen das Land das Gewicht in Richtung Fahrradverkehr verschieben könne. Und nicht zuletzt müsse sich das Land stärker an der Finanzierung beteiligen: So habe die Stadt Münster mit eigenem Geld den breiteren Radweg (drei Meter) am Schifffahrter Damm/Hessenweg beschlossen, Straßen NRW sei nur für 2,50 Meter aufgekommen.